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Andreas Protze

Schachbrett mit Figuren
Schach  - Punktspiele Runde 6

Gehe zu Schach Startseite, Meldungen, Punktspiele 2005-06: Runde 7, Runde 8, Runde 9

Bericht von der 6. Punktspielrunde am 29.1.2006

Niederelbe I und II spielten zu Hause in Cadenberge im MarC 5 und siegten beide. Die erste Mannschaft gewann recht deutlich mit 6:2 gegen den SC Turm Lüneburg.

Niederelbe II musste gegen den derzeitigen Tabellenvierten, Stader SV II, mächtig kämpfen, um am Ende mit 4 ½ zu 3 ½ knapp die Oberhand zu behalten. Dadurch erreichten sie Platz 2 und sind nun aufstiegsberechtigt zur Bezirksliga.

Auch der vierten Mannschaft gelang es, einen Sieg zu verbuchen. Sie blieb bei den SF Buxtehude IV mit 4 ½ zu 1 ½ erfolgreich.

Lediglich die Dritte unterlag ersatzgeschwächt beim Tabellenführer Blau-Weiss Buchholz II mit 1:5. Den Ehrenpunkt holte Senior Harald Frank, der mit seinen 84 Jahren noch sehr gut in Form ist und vier Punkte in Serie errang.

Detaillierte Analyse der Partien von Peter Hertel s. rechts ->

1. Mannschaft am 29.1.06 im MarC5 in Cadenberge
SG Niederelbe I

V. li.: Detlef Wickert, Peter Hertel, Uwe Kottke, Tobias Reinkemeier, Prof. Dr. Sönke Schoof, Dietmar Schade, Michael Albers, Thomas Cuno

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2. Mannschaft am 29.1.06 im MarC5 in Cadenberge
Verbandsliga: SG Niederelbe I - SC Turm Lüneburg 6:2

Endlich mal konnten wir mit der Stammbesetzung spielen. Gegen die stark ersatzgeschwächten Lüneburger war es deshalb recht einfach, besonders an den hinteren Brettern. Detlef Wickert spielte im Najdorf Lg5 und lange Rochade, während der Gegner kurz rochierte. Detlef hatte des öfteren die Möglichkeit, die schwarze Rochadestellung mit g5-g6 zu zertrümmern, was er zunächst unterließ. Als er es im 24. Zug doch zog konnte Schwarz schon im 27. Zug aufgeben.

Uwe Kottke machte recht schnell Remis. Falls die Partienotation stimmt, hätte er aber einmal ganz einfach auf b7 einen Bauern gewinnen können.

Tobias Reinkemeier wollte Benoni spielen, aber sein Gegner tat ihm nicht den Gefallen. Trotzdem spielte Tobias, als wenn Benoni auf dem Brett wäre. Das war dann viel zu passiv, und irgendwann war die Stellung breit.

Sönke Schoof geriet mit Weiss in der Abtauschvarinate der Spanischen Partie in die Bredoullie. Er rochierte lang und war einem heftigen Angriff ausgesetzt. Er fragte mich, ob er Remis machen könnte (was durch Zugwiederhohlung hätte sein können), was ich bejahte, nachdem ich seine Stellung sah. Sönke meinte, es wäre ausgeglichen. Ich hatte eher den Eindruck, dass er breit stand oder zumindest sehr bedrohlich, was sich beim Nachspielen auch bestätigte. Sein Gegner spielte allerdings nicht überzeugend, und kurz vor Zeitkontrolle (Zeitnot?) machte sich dann doch noch der DWZ-Unterschied von 250 bemerkbar - Glück gehabt.

Der Gegner von Michael Albers spielte die Schweschnikowvariante antipositionell. Michael hatte bald das Feld d5 fest unter Kontrolle ohne schwarzes Gegenspiel. Fritz9 zeigt einen Vorteil von 3 Bauerneinheiten an, obwohl Michael kein Material mehr hat. Der Sieg ließ dann nicht mehr lange auf sich warten.

Thomas Cuno spielte mit Schwarz Königsindisch und sah sich seinem eigenen System, das er mit Weiß spielt, ausgesetzt, nämlich Lc1-f4, e2-e3 und c2-c3, was sehr solide ist. Es wurde dann aber doch noch taktisch, obwohl die Damen getauscht wurden. Im 16. Zug war es klar, dass Weiß eine Figur verliert, womit die Partie entschieden war.

<- Fortsetzung links

SG Niederelbe II

V. li.: Guido Griemsmann, Björn Dettmers, Hubert Ahlf, Axel Buck, Ralf Grave, Manfred Sobottka, Bernd Hülsen. Weiter gehören zur Mannschaft Frank Sturm, Michael Appel und Frank Sobottka

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Tabellen 2005-06:

SG Niederelbe I / Verbandsliga Nord

SG Niederelbe II / Bezirksklasse Lüneburg

SG Niederelbe III + IV / Kreisklasse West

Schach Bundesliga aktuell

Frauen-Bundesliga

Teil 2 der Spielanalyse: SG Niederelbe I - SC Turm Lüneburg 6:2

Dietmar Schade hatte wieder sein Hamburg-Indisch auf dem Brett, und er kam wieder mit dem Manöver Sc6-b8-a6 nach c5. So ganz überzeugend spielte er die Partie aber nicht durch, aber sein Gegner auch nicht. Zum Schluß war die Stellung sehr verschachtelt, aber Dietmars Gegner, Storjohann, machte einen schlimmen taktischen Fehler.

Ich (Peter Hertel) spielte mal wieder als Letzter. Mein Gegner war Stefan Blancke, mit dem ich schon auf Schachturnieren in Wien und in Binz auf Rügen war. Königsindisch wollte Stefan nicht haben, weshalb er nach 1.d4 Sf6 2. Lg5 zog. Eigentlich ziehe ich dann Se4 nebst c5. Irrtümlicherweise zog ich aber sofort c5, was aber auch ok ist. Stefan schlug auf f6, und es entwickelte sich eine interessante Partie mit einem schwachen schwarzen Bf5, aber einem starken Lg7.

Stefan war nicht so zufrieden und bot mir 3 mal in der Partie Remis an. Sein Damentausch war ängstlich und schwach. Im Endspiel kam ich in Vorteil. In der Partie dachte ich auf Gewinn zu stehen, was beim analysieren der Partie aber nicht mehr so klar war, weshalb ich mich über das Remis nicht gar so sehr grämen muß.

1.) Hertel Remis
2.) Kottke Remis
3.) Reinkemeier 0
4.) Prof. Dr. Schoof 1
5.) Cuno 1
6.) Albers 1
7.) Schade 1
8.) Wickert 1

Damit punkteten die hinteren Bretter wieder ganz hervorragend, allerdings waren die Lüneburger dort auch sehr stark ersatzgeschwächt. Vor dem Abstieg brauchen wir uns nun keine Sorgen mehr machen.

Da Stade 5:3 gegen Findorff gewonnen hat, ist Stade kaum noch einzuholen, weshalb ein Aufstieg unwahrscheinlich wird, aber immerhin hat Stade neben 2 Mannschaftspunkten jetzt nur noch 4 Brettpunkte Vorsprung.

Kopien von den Partien habe ich, aber ich möchte euch trotzdem bitten, eure Partien zu kommentieren und mir zuzuschicken.

Bis dann
Peter

der Wettkampf hat begonnen

Blick in den Saal kurz nach Beginn der Spiele - die Gastgeber sitzen mit dem Gesicht zur Kamera

Links zu interessanten Schach-Seiten:

Homepage der SG Niederelbe

Schachsenioren im Deutschen Schachbund

Schachsenioren im Niedersächsischen Schachverband

Niedersächsischer Schachverband e.V.

Deutscher Schachbund e.V.

Schachbezirk 4 Lüneburg


Bilder vom Spieltag
(Klick vergrößert)

Konzentration und Routine

Uwe Kottke, links, SG Niederelbe I

Detlef Wickert
die SG hier mit dem Rücken zur Kamera

Blick in den Raum von der Bühne aus; vorne re. Guido Griemsmann

Detlef Wickert, SG Niederelbe I, ist Vorsitzender des Niedersächsischen Schachverbandes

Spielleiter der SG Niederelbe

Manfred Sobottka (li.), SG Niederelbe II, am Zug

noch ist alles offen

Mathematik- und Informatik-Professor Dr. Sönke Schoof, SG Niederelbe I

Thomas grübelt, sein Gegner ist ganz entspannt

Thomas Cuno (li.), SG Niederelbe I

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