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Schach-Spiellokal der SG Niederelbe im Vereinslokal des TSV Germania Cadenberge: Bürgersaal des MarC 5 - Klick auf das Foto vergrößert.
Schach SG Niederelbe
Saison 2009/10 Runde 7
Schach 2009/10 - Runde 7: Union Oldenburg II - SG Niederelbe I 3 ½ : 4 ½

Schachbrett mit Feldangaben - Klick vergrößertLiebe Schachfreunde,

im Abstiegskampf gegen die Drittplatzierten Oldenburger fehlten Guido Griemsmann und Detlef Wickert. Diese wurden ersetzt durch Frank Sturm, der sich nun in der ersten Mannschaft festgespielt hat, und Björn Dettmers.

Glücklicherweise war das Winterwetter beendet und wir erreichten problemlos unser Ziel. Pünktlich um 10.00 Uhr begannen die Partien.

Axel Buck am 7. Brett konnte den ersten vollen Punkt schon nach zweieinhalb Stunden einfahren. Sein Gegner versuchte, mit Weiß im geschlossenen Sizillianer am Königsflügel anzugreifen. Dabei schwächte er sich aber selbst so sehr, dass Axel seinerseits den gegnerischen König so zusetzte, dass sein Gegner in klar verlorener Stellung aufgab.

Sehr schnell war auch Dietmar Schade am 4. Brett fertig. In einer ruhigen Partie ohne taktische Möglichkeiten wurde die Remisbreite nie verlassen und im 23. Zug einigte man sich in sehr ausgeglichener Stellung mit ungleichfarbigen Läufern auf Remis. Ungleichfarbige Läufer waren auch ein Thema in einigen anderen Partien dieses Mannschaftskampfes.

Auch Arne Joppien am 5. Brett zog zügig und konnte seine gute Tendenz mit einem Sieg fortsetzen. Gegen den "Holländer" seines Gegners erreichte Arne schon im 11. Zug eine deutlich bessere Stellung mit Druck auf den d6-Bauern. Im 14. Zug verpasste Arne nach einem weiteren Fehler seines Gegners ein Springeropfer auf d5 mit klarer Gewinnstellung, verblieb aber immerhin mit einem Mehrbauern und guten Gewinnaussichten. Leider verlor Arne diesen Bauern wieder und vermied ungünstigerweise einen Damentausch.

Bald danach war die Partie wieder ausgeglichen und bei ungleichfarbigen Läufern sowie jeweils Dame und Turm schien das Remis nicht mehr weit zu sein. Doch Arnes Gegner machte einen relativ groben taktischen Fehler, indem er auf d4 Arnes Springer mit dem Läufer nahm, statt mit seinem Bauern.

Daraufhin nahm Arne den durch den Bc5 gedeckten Läufer einfach mit seinem Turm, weil er damit gleichzeitig die schwarze Dame auf g6 durch seine Dame auf d3 angreift. Nimmt die Dg6 die Dd3, so folgt Td4xd3 und Arne hat einen Läufer mehr, folgt dagegen c5xd4, so schlägt Arne die Dg6, was noch viel schlimmer ist. Angesichts dieser Aussichten gab sein Gegner gefrustet auf.

Auf den jetzt schon zum dritten mal für die erste Mannschaft spielenden Frank Sturm war wieder verlass, denn er gewann auch seine dritte Partie. Im Sizillianer vermied Frank mit Weiß am 7. Brett die allzu ausgetretenen Pfade. In einer danach recht ausgeglichener Stellung schwächte sein Gegner, der "Vielspieler" Alfons Gudat, seine Stellung unnötigerweise. Schließlich mündete das Ganze in einem Turmendspiel mit Vorteil für Frank. Gudat opfert inkorrekt einen Bauern, um seinen König zu aktivieren, aber der so entstandene Freibauer Franks entschied die Partie.

Nun hatten wir schon 3,5 Punkte und an den anderen Brettern sah es insgesamt gut genug für einen Mannschaftssieg aus, auch wenn Björn Dettmers am 8. Brett erstmal verlor. Er behandelte den Spanier nicht richtig, indem er Ta8-c8 und Sf6-d7 zog. Danach hatte Weiß Vorteil, den es bei beiderseitig nicht optimalen Spiel weiter ausbaute und in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und jeweils einen Springer bei 2 Mehrbauern zu einem Sieg ummünzte.

Uwe Kottke am 2. Brett verhielt sich mit Schwarz erstmal zurückhaltend und ließ den Gegner kommen, der seine Dame über h5 und f3 zu früh ins Spiel brachte. Nach einem weiteren Läuferausfall nach h6 hatte Uwe schon spürbaren Vorteil, der sich nach der langen weißen Rochade mit anschließendem Bauerngewinn für Uwe weiter vergrößerte.

Weiß will danach den schwarzen Monarchen in seiner Fianchettostellung mit h4 im Hurrastil aushebeln, was von Uwe mit einem Gegenangriff mittels Lf5 zunächst gut pariert, aber nicht konsequent weiter geführt wird, weil die Angriffsführung eingeleitet durch c7-c5, nebst Da5 für ihn selbst sehr gefährlich aussieht, bei genauer (sehr schwieriger) Berechnung jedoch zum Sieg geführt hätte, da Weiß gegen die Übermacht von Dame, 2 Läufern und einen Springer nicht genügend Verteidigungsmöglichkeiten für seinen eigenen König hat.

Es folgten auf beiden Seiten mehrere Fehler. Meistens stand Uwe besser oder auf Gewinn, nutzte die Fehler seines Gegners aber nicht richtig. Ganz zum Schluss stand Uwe besser mit einem Mehrbauern im Endspiel Dame und Turm, allerdings einem eingeklemmten König. Aufgrund des gut stehenden Mannschaftskampfes riet Dietmar Uwe, Remis zu bieten, was dann auch geschah.

Jetzt brauchten wir nur noch ein Remis, welches Thomas Cuno nach dem Remis von Uwe ziemlich sicher hatte. Thomas' Gegner tauschte schon im 5. Zug die Damen zu seinem eigenen Nachteil. Gleich darauf verlor er auch noch auf einfachste Weise einen Bauern, indem er zuließ, dass Thomas den Sb8 nimmt, Ta8xb8 und Weiß nimmt auf a7 mit seinem Turm, oder es war ein Bauernopfer, was ich aber nicht glaube, weil er danach nicht dementsprechend weiter spielte, denn Schwarz hätte etwas Gegenspiel bekommen können.

Stattdessen tauscht er weiter ab. Zwar hat Thomas danach einen isolierten Doppelbauern auf b2 und b3 gegen einen schwarzen Bb7, aber nun ist die schwarze Stellung sehr passiv, vor allem ist der schwarze Läufer c8 sehr schlecht, doch Thomas macht im 34. Zug den Fehler zum Remis. Thomas hätte mit e4-e5 weiterhin den Gegner in passiver Stellung drücken können, zieht aber Ke3 und verliert seinen Mehrbauern.

Kurz darauf gab es einen recht groben taktischen Fehler seines Gegners, den Thomas jedoch nicht bestrafte. Das ging so: Schwarz zieht 41...Sc6? und Weiß 42.Se7?. Mit 42.Sxe6 hätte Weiß die Partie gewonnen, denn nach 42...Kxe6 (andere Züge sind zäher, verlieren aber auch) folgt 43.d5 Kd7 44.dxc6 Kxc6 45.Kf5 und Weiß holt sich die Bauern am Königsflügel. Nach auslassen dieser Chance ist das Springerendspiel klar Remis und es werden auch keine weiteren Fehler gemacht.

Bis zum 18. Zug machte ich (Peter Hertel) an Brett 1 einige minimale Fehler, u.a. stellte ich meinen Springer nach a2, statt wohl besser nach e2, die sich insgesamt zu einer schlechteren Stellung summierten. Im 19. Zug (schon wieder etwas die Zeit im Nacken) zog ich den anderen Springer auch noch nach d2 zurück, was meine Stellung weiter verschlechterte.

Schließlich erreichte ich ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Minusbauern bei jeweils 2 Türmen und einem Springer. Das wurde so weit heruntergetauscht, bis ich einen Läufer gegen den gegnerischen Springer bei Minusbauern hatte. Das Endspiel war dann einfach verloren auch bei bester Gegenwehr. Mein Gegner machte in der Partie kaum Fehler, und wenn, dann nur minimale.

Nun haben wir Wilhelmshaven, die übrigens gegen Lüneburg mit nur 4 Spielern angetreten sind (!), wieder hinter uns gelassen. Der Klassenerhalt steht aber immer noch auf wackeligen Füßen, auch weil Uelzen noch gegen Wilhelmshaven spielt. Da kommen also auf jeden Fall Punkte bei den beiden hinter uns liegenden Mannschaften dazu und wenn wir nicht punkten, könnten wir von Uelzen oder Wilhelmshaven wieder überholt werden. Also sollten wir gegen Stade am 11.04.10 in Cadenberge mindestens 4:4 spielen.

Einzelergebnisse:

1.) Hertel 0
2.) Kottke 0,5
3.) Cuno 0,5
4.) Schade 0,5
5.) Joppien 1
6.) Buck 1
7.) Sturm 1
8.) Dettmers 0

Peter Hertel

Notizen am Rande

Hallo Schachfreunde,

die 7. Runde am Sonntag, dem 28.02.2010, war für die SG Niederelbe ein Erfolgstag. Obwohl alle unsere Mannschaften ersatzgeschwächt antraten, wurden alle Mannschaftskämpfe gewonnen.
Manfred Sobottka

Die Ergebnisse:

Landesliga Nord:
(3.) Union Oldenburg II - (8.) SG Niederelbe I 3 ½ : 4 ½

mit ausführlicher Spielanalyse von Peter Hertel links ...

Bezirksliga:
(1.) SG Niederelbe II - (3.) SK Soltau I 5:3

Kreisliga West:
(4.) SG Niederelbe III - (10.) SK Verden III 5 ½ - 2 ½

 

Links:

SG Niederelbe I / Landesliga Nord

SG Niederelbe II / Bezirksliga Lüne.

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