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Schach-Spiellokal der SG Niederelbe im Vereinslokal des TSV Germania Cadenberge: Bürgersaal des MarC 5 - Klick auf das Foto vergrößert.
Schach SG Niederelbe
Saison 2009/10 Runde 5
Schach 2009/10 - Ergebnisse der Runde 5

Schachbrett mit Feldangaben - Klick vergrößert

Die 5. Runde am Sonntag, dem 24.01.10, war für die Schachspieler der SG Niederelbe die erste im Jahr 2010 und gestaltete sich durchgehend erfolgreich.

Die 1. Mannschaft kam im “Kellerduell” gegen Uelzen II zu ihrem ersten Sieg und verschaffte sich damit ein wenig Luft.

Die 2. Mannschaft verteidigte ihre Tabellenführung in der Bezirksliga gegen Verden II durch einen knappen Erfolg.

Niederelbe III bestätigte in der Kreisliga seine aufsteigende Tendenz und kam zu einem beachtlichen Unentschieden gegen die Schachfreunde Buxtehude III.

Wie Spielleiter Manfred Sobottka mitteilte, zeichneten sich an diesem Spieltag besonders Peter Hertel (1. Mannschaft), Michael Appel (2. Mannschaft) und Bernd Hülsen aus der 3. Mannschaft durch eine großartige kämpferische Leistung aus.

Alle Ergebnisse:

Landesliga Nord:
(8.) SG Niederelbe I - (9.) Post SV Uelzen II 5 : 3

Bezirksliga:
(1.) SG Niederelbe II - SK Verden II 4,5 - 3,5

Kreisliga West:
(5.) SG Niederelbe III - (4.) SF Buxtehude III 4,0 - 4,0

Schach 2009/10, Runde 5: SG Niederelbe I - Post SV Uelzen II 5 : 3

Liebe Schachfreunde,

unser Mannschaftskampf gegen Uelzen II war für beide Seiten sehr wichtig, denn es ging um den Abstieg, weil beide Teams bisher keinen Mannschaftspunkt hatten. Der Sieger dieser Paarung konnte sich etwas absetzen. Mit unserem Sieg sind wir nun Achter und noch vor Wilhelmshaven, gegen die wir am 07.02.10 spielen, also wieder ein sehr wichtiger Kampf gegen den Abstieg.

Wir konnten diesmal in unserer Stammbesetzung antreten, ein seltenes Ereignis. Nachdem etwas Ruhe eingekehrt war - alle unsere 3 Mannschaften spielten in einem Raum - begannen die Partien kurz nach 10.00 Uhr.

Als Erster beendete Uwe Kottke am 2. Brett seine Partie mit einem Remis. Angesichts einer etwas schlechterer Stellung bot Uwe richtigerweise Remis, was sein Gegner glücklicherweise annahm. Entweder schätzte er die Stellung falsch ein oder er hatte zu viel Respekt vor Uwe.

Den ersten Sieg erreichte Thomas Cuno. In einer zunächst ausgeglichenen Partie zog der Gegner seinen König auf das falsche Feld f2, was Thomas geschickt durch den Bauernvorstoß b5-b4 nutzte, um die gegnerische Dame hervorzulocken und anschließend die Dame nach c7 zurückzuziehen, was ein Läuferopfer auf d4 droht.

Doch soweit kam es gar nicht, denn sein Gegner nahm den Bb4 durch axb4. Der Rest war einfach. Thomas opferte kurzfristig seine Dame, indem er einen Turm auf a1 nahm, der h-Turm nahm wieder und anschließend zog Thomas Th8-h2 Schach, weißer König zieht und Turm nimmt Dame auf c2. und nach einem weiteren Zug war Ende der Vorstellung: 1:0 für Thomas.

Die Partie von Guido Griemsmann am 6. Brett hielt sich meist die Waage. Nur im 26. Zug hätte Guido nach einem Fehler seines Gegners die Damen tauschen können, um anschließend den schwarzen Bc6 zu nehmen, und wenn dieser durch den Ld7 wieder genommen wird, den danach ungedeckten Se6 durch Sf4xe6 schlagen zu können mit gesunden Mehrbauern. Als dies ausgelassen wurde, einigte man sich kurz darauf auf Remis.

Arne Joppien am 5. Brett verpasste in der Eröffnung eine gute Möglichkeit, um die gegnerischen weißen Bauern mit a5-a4 zu schwächen. Ansonsten verlief die Partie in ruhigen Bahnen und man einigte sich in völlig ausgeglichener Stellung im 42. Zug auf Remis.

Einen weiteren Sieg gelang Detlef Wickert am 8. Brett. Zunächst verlief die Partie auch hier in ruhigen Bahnen, bis Detlefs Gegner unnötigerweise e4-e3 zog, statt diesen Bauern auf f3 zu tauschen. Danach war der Be3 sehr gefährdet, weil isoliert, aber wahrscheinlich war die Stellung noch haltbar. Doch nach einem wiederum völlig unnötigen und schlechten Bauernopfer und anschließenden komischen Königsrückzug war es ganz einfach für Detlef zu gewinnen.

Axel Buck am 7. Brett wählte eine sehr solide Eröffnungsvariante. Trotzdem hätte Axel mit Vorteil später eine scharfe Variante mit Vorteil wählen können. Stattdessen überließ Axel seinem Gegner die Initiative und stand durch einen taktischen Überseher einen Zug lang glatt auf Verlust.

Auch nachdem dies nicht genutzt wurde, stand Axel immer noch schlechter und hätte das Turmendspiel mit 2 Bauern weniger wohl verlieren müssen, aber sein Gegner spielte nicht genau genug, weshalb sich Axel mit ständigen Mattdrohungen gegen den am Rand stehenden König zum Remis retten konnte.

Dietmar Schade erspielte sich am 3. Brett einen leichten Vorteil heraus, weil sein Gegner einen Isolani (isolierten Bauern) auf d5 hatte. Durch ein taktisches Manöver versuchte Dietmar, den Vorteil zu vergrößern, aber das Manöver hatte ein Loch und Dietmar musste sich plötzlich von Angriff auf Verteidigung umstellen, was nicht gelang.

Sonst hätte Dietmar vielleicht eine Variante gewählt, die er noch hätte verteidigen können mit Turm und Springer gegen die Dame bei weiterem Material auf dem Brett. Nachdem dies nicht geschah, bekam sein Gegner einen noch größeren Materialvorteil und später auch noch einen Freibauern, weshalb Dietmar aufgab.

Es stand nun 4:3, weshalb ich (Peter Hertel, Brett 1) Joachim List Remis bot, aber eins nach dem anderen. Im 14. Zug machte mein Gegner einen Fehler, den ich nicht nutzte, obwohl ich die Motive sah. Ich hätte meinen Springer gegen einen Bauern opfern können, um anschließend den gegnerischen Springer zu erobern. Nach dem unterlassen dieser Möglichkeit geriet ich am Damenflügel in die Defensive, aber ich hielt meine Stellung zunächst, denn diese war verteidigungsfähig.

Weiß hatte einen gefährlichen Freibauern auf b6, ich hatte einen auf a5. Ich initiierte am Königsflügel sogar einen Gegenangriff und bot Remis, was mein Gegner wegen des Mannschaftsstandes natürlich ablehnte. Die Stellung wurde immer komplizierter und ich machte den ersten Fehler, worauf ich einen Bauern verlor bei schlechterer, aber immer noch sehr komplizierter Stellung mit ungleichfarbigen Läufern.

Auch mein Gegner war der komplexen Stellung nicht gewachsen und machte Fehler. In meinen Analysen gibt es teilweise verrückte Züge, auf die eigentlich nur ein Schachprogramm kommen kann. Ein Beispiel: Weiss hat 2 Damen gegen Dame, Springer und Läufer. Schwarz stellt einfach seinen Läufer für scheinbar gar nichts hin, was natürlich nicht der Fall ist. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Möglichkeiten zu erörtern, man sollte einfach die Partie nachspielen, die ich diesmal gründlicher analysiert habe als sonst.

Zum Schluss war es so, dass ich eigentlich ein Dauerschach hatte, aber Joachim übersieht eine Springergabel oder er opfert absichtlich eine Leichtfigur, weil er wie ich in starker Zeitnot war. Vielleicht hoffte er einfach auf irgendeinen Fehler, aber ich machte keinen mehr.

Im 113. Zug gab Joachim einen Zug vor dem Matt auf. Es war die längste Partie meiner Schachlaufbahn. Beide hatten nur noch etwa eine Minute auf der Uhr. Dietmar meinte: Seit Jahren die wohl dramatischste Partie der ersten Mannschaft von Niederelbe. Eine wichtige war es auf jeden Fall.

1.) Hertel 1
2.) Kottke 0,5
3.) Cuno 1
4.) Schade 0
5.) Joppien 0,5
6.) Griemsmann 0,5
7.) Buck 0,5
8.) Wickert 1

Peter Hertel

Notizen am Rande

Spielergebnisse der 5. Runde, Saison 2009/10, von Sonntag 24.01.10 hier ...
Ausführlicher Spielbericht der Ersten von Peter Hertel ...

 

Links:

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SG Niederelbe II / Bezirksliga Lüne.

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