Schach 2009/10, Runde 1: SG Niederelbe I - Werder Bremen III 3,5 : 4,5
Liebe Schachfreunde,
in dieser Saison müssen wir ohne Sönke Schoof auskommen, zumindest weitestgehend. Als guten Ersatz konnten wir unseren alten Schachfreund Arne Joppien reaktivieren, der von Kiel wieder nach Neuenkirchen zurückgezogen ist. Durch Schiedsrichtertermine wird Detlef Wickert leider nur teilweise zum Einsatz kommen.
Zum Saisonauftakt gegen Werder Bremen 3 konnte Axel Buck leider nicht spielen und der als Ersatz vorgesehene Hubert Ahlf erkrankte am Tag vor dem Mannschaftskampf. Da die 2. Mannschaft nur 7 Spieler aufbieten konnte, erschien es mir nicht angebracht, einen anderen Ersatz zu verlangen, so dass auch die 1. Mannschaft nur mit 7 Spielern gegen deren 8 von Werder Bremen antrat. Allerdings waren die Bremer ersatzgeschwächt.
Nachdem wir an Brett 2 kampflos verloren, ging ein weiterer Punkt durch eine schnelle Verlustpartie von Detlef Wickert an die Bremer. Nach mehreren Fehlern stand Detlef nach 18 Zügen auf Verlust und gab im 23. Zug auf, weil seine Figuren alle wie gelähmt waren.
Auch Uwe Kottke an Brett 3 verlor recht schnell, nachdem er den Damenflügel unvorsichtig mit b6-b5 öffnete. Sein Gegner Torsten Blank (der früher übrigens für Cuxhaven spielte) entgegnete mit dem Zentrumsgegenstoß e4-e5, was nicht nur einen Springer auf f6 angriff, sondern gleichzeitig auch durch seinen Lg2 den gegnerischen Lc6 angriff, der wiederum den Bb5 deckte. Nach einem weiteren taktischen Fehler brach die Stellung durch den Bauernvorstoß e5-e6 zusammen.
Anders verlief die Partie von Arne Joppien am 6. Brett. Sein Gegner opferte im 15. Zug einen Bauern für nichts. Im 18. Zug einen weiteren Bauern, den Arne nicht ganz optimal mit der Dame nahm. Da sein Gegner jedoch nicht korrekt antwortete, stand Arne nicht nur besser, sondern mit nun 2 Mehrbauern auf Gewinn, aber auch Arne spielte nicht fehlerlos weiter.
Er parierte den Schwenk der gegnerischen Dame vom Königs- zum Damenflügel nicht richtig. Schließlich standen die gegnerische Dame auf e4 und Läufer auf d5 so stark gegen Arnes König, dass ein baldiges Matt nicht mehr zu verhindern war, weshalb Arne aufgab. Natürlich hätte sich jeder von uns und insbesondere Arne einen besseren Einstieg gewünscht, aber ich denke, dass Arne gute Chancen hat, noch einige Punkte in dieser Saison zu machen.
Nun standen wir also mit 0:4 hinten und unsere Aufholjagd scheiterte nur denkbar knapp.
Es begann mit Guido Griemsmann an Brett 7. Sein Gegner tauschte Guidos Springer auf d4 falsch ab, was Guido eine Gewinnstellung bescherte, weil sein Angriff am Königsflügel zu stark wurde. Guido führte den Angriff fast fehlerlos zum Gewinn.
Am 4. Brett fast das gleiche Spiel. Nach einem strategischen Fehler seines Gegners bekommt Dietmar Schade Angriff am Königsflügel, den er schon im 16. Zug mit einem Springeropfer auf h3 krönt. Dietmars Gegner gibt erst im 43. Zug auf.
Thomas Cuno an Brett 4 hat wieder einmal eine lange Partie. Er versucht einen Angriff auf den König und steht zunächst besser, weil der gegnerische König unnötigerweise in die Mitte flüchtet. Mehrere kleine Fehler von Thomas lassen die Partie jedoch kippen. In einem Turmendspiel mit Minusbauern steht Thomas klar auf Verlust.
Sein Gegner versucht, seinen weit vorgerückten Freibauern zu verwandeln, klemmt dabei aber seinen eigenen Turm so ein, dass dieser Schwierigkeiten bekommt, den Freibauern von Thomas aufzuhalten. Nach einem weiteren Fehler wird die Partie sehr ausgeglichen. Thomas kämpft noch lange weiter, muss aber im 75. Zug dem Remis einwilligen.
Ich (Peter Hertel) wählte mit Schwarz eine Variante, die beide Kontrahenten für vorteilhaft für Schwarz ansehen, tatsächlich aber gut für Weiss ist, was aber nicht genutzt wird. Ein weiterer Fehler von mir, was mit Bauernverlust bestraft werden konnte, wird ebenfalls nicht genutzt. Es entsteht ein remisliches Endspiel mit jeweils 2 Springern und einen Läufer.
Ich versuche, die Stellung zu komplizieren und tatsächlich übersieht mein Gegner eine einfache Springergabel mit Bauernverlust. Den entscheidenden Fehler macht mein Gegner in leichter Zeitnot durch ein Bauernopfer. Erst danach sieht er, dass er einen anderen Bauern nicht nehmen darf, weil mein a-Freibauer sonst durchläuft. Mein a-Bauer entscheidet aber trotzdem die Partie zu meinen Gunsten.
Schade, dass wir nicht gewinnen konnten, denn der geschwächte Gegner war trotz unsererseits nur 7 Spielern schlagbar.
1.) Hertel 1 2.) Reinkemeier - 3.) Kottke 0 4.) Cuno 0,5 5.) Schade 1 6.) Joppien 0 7.) Griemsmann 1 8.) Wickert 0
Beste Grüße Peter Hertel
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