Schach LANDESLIGA NORD: SG Niederelbe I - SV Werder Bremen III 3:5
Liebe Schachfreunde,
zum Saisonauftakt trafen wir in Cadenberge bei bestem Schachwetter (total verregnet) auf die Schachfreunde von Werder Bremen 3, die in recht guter Besetzung antraten, allerdings nur mit 7 Spielern, was bei uns Hoffnungen auf einen Sieg weckte. Die Bremer erwiesen sich aber als zu stark und wir verloren zurecht. Damit haben wir allerdings die wohl stärkste Mannschaft und einen Aufstiegskandidaten hinter uns.
Etwa zeitgleich mit Dietmar Schade, der an Brett 5 kampflos gewann, remisierte Sönke Schoof am 4. Brett schon im 17. Zug. Dabei stand Sönke gar nicht mal schlecht, aber es war nicht ganz einfach, einen geeigneten Plan zu finden, um die schwarze Verteidigungsstellung mit Doppelbauern auf e6 und e5 anzugreifen.
Soweit so gut. Nun kamen aber Niederlagen. Bei Axel Buck an Brett 8 reichten 2 taktische Fehler im Mittelspiel zu einer verlorenen Stellung mit Qualitätseinbuße und schwachen Bauern.
Das gleiche bei Uwe Kottke an Brett 2. Er griff im 14. Zug leicht fehl, was aber noch nicht konsequent ausgenutzt wurde. In schwieriger Stellung im 19. Zug kam dann der entscheidende Fehler. Statt seinen König aus der Turmfesselung in der d-Linie zu nehmen, machte Uwe einen einfachen Entwicklungszug. Mit einem Bauernopfer nutzte Uwes Gegner die Fesselung in der d-Linie und gewann nach Annahme des Opfers recht schnell.
Guido Griemsmann machte es seinem Gegner an Brett 6 in der Eröffnung einfach, indem er ungünstig Bauern tauschte. Nach und nach wurde Guidos Stellung schlechter, aber auch sein Gegner spielte nicht perfekt. Zum Schluss wurde in etwas schlechterer Stellung für Guido remisiert, womit Guido sicher recht zufrieden war, zumal sein Gegner eine deutlich bessere DWZ hatte.
An Brett 7 kam Detlef Wickert ebenfalls in die Defensive. Das mündete in ein Doppelturmendspiel mit Minusbauern und einem schwachen Bauern. Dieser schwache Bauer auf b6 wurde von Detlef passiv von beiden Türmen gedeckt. Durch die Passivität kam sein Gegner am Königsflügel mit 4 gegen 2 Bauern sehr gut voran, so dass Detlef in hoffnungsloser Stellung aufgeben musste.
Damit hatten die Bremer nun 4 Punkte. Thomas Cuno an Brett 3 hielt sich lange in devensiver Stellung zurück. Als er die schlechte Mannschaftssituation bemerkte, versuchte er aktiver zu spielen, um zu gewinnen. Zwischenzeitlich hatte er tatsächlich leichten Vorteil, wenn er denn einige taktische Dinge gesehen hätte. So hätte er einen vorwitzigen Springer auf d6 alle Felder nehmen können, um ihn hinterher anzugreifen. Nach dieser Unterlassung wurde die Stellung immer schlechter und in Verluststellung überschritt Thomas die Zeit im 39. Zug.
Damit blieb mir (Peter Hertel) nur noch die Möglichkeit, neben der persönlichen Bilanz wenigstens einen ganzen Brettpunkt für die Mannschaft zu holen, was ich auch tat. Am Anfang überraschte ich meinen Gegner mit einer von mir noch nie gespielten Eröffnung. Schötzig spielte recht verhalten, indem er bald die Damen tauschte, was mir leichten Vorteil einbrachte. Nach einem weiteren Fehler im 21. Zug, wo Schötzig unbedingt die Türme tauschen musste, vergrößerte sich mein Vorteil, weil ich mit meinem Turm auf die 2. Reihe eindrang.
Durch ein Bauernopfer konnte Schötzig meinen Turm neutralisieren, der auf die 3. Reihe auswich. In beiderseitiger Zeitnot machte ich im 34. Zug einen Fehler, der jedoch ebenfalls wegen der Zeitnot meines Gegners nicht ausgenutzt wurde. Danach war die Entscheidung zu meinen Gunsten gefallen, weil mein Freibauer auf der g-Linie mit Unterstützung meines Königs und Läufers gegen Springer nicht mehr aufzuhalten war.
Unsere Niederlage gegen die starken Bremer ist nicht schlimm. Ich denke, wir haben weiterhin gute Aussichten, die Klasse zu halten. Der nächste Mannschaftskampf ist am 02.11. in Verden.
1.) Hertel 1 2.) Kottke 0 3.) Cuno 0 4.) Prof. Dr. Schoof 0,5 5.) Griemsmann 0,5 6.) Schade + 7.) Wickert 0 8.) Buck 0
Mehr über die Ergebnisse der Landesliga Nord gibt es hier.
Bis demnächst
Peter Hertel
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