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Schach-Spiellokal der SG Niederelbe im Vereinslokal des TSV Germania Cadenberge: Bürgersaal des MarC 5 - Klick auf das Foto vergrößert.
Schach SG Niederelbe
Saison 2009/10 Runde 9
Schach 2009/10 - Runde 9: SK Bremen-Nord - SG Niederelbe I 4 ½ : 3 ½

Schachbrett mit Feldangaben - Klick vergrößertLiebe Schachfreunde,

uns hätte ein 4:4 für den Klassenerhalt in jedem Fall gereicht. Leider mussten wir uns auswärts mit 3,5 : 4,5 geschlagen geben, aber die Niederlage war insgesamt verdient. Die Bremer waren zurecht in der Favoritenrolle.

Die Ausfälle von Thomas Cuno, Guido Griemsmann, Axel Buck und Timo Sturm waren für uns nicht zu verkraften, wenngleich wir denkbar knapp scheiterten.

Bei frühlingshaften Wetter begannen die Partien pünktlich um 10.00 Uhr.

An Brett 8 kam Ralf Grave schon in der Eröffnung gegen den nominell deutlich schwächeren Gegner unter die Räder und konnte froh sein, dass sein Gegner nicht optimal weiterspielte und in besserer Stellung Remis bot, was Ralf nach Rücksprache mit mir annahm.

Uwe Kottke am 2. Brett bewahrte mit Schwarz lange das Gleichgewicht, stand aber beim Remisgebot des Gegners doch ein wenig schlechter und ohne Gewinnaussichten nahm er das Remis an.

Der Gegner von Arne Joppien am 4. Brett opferte in der Eröffnung einen Bauern, hatte aber wegen suboptimaler Züge keine ausreichende Kompensation. Doch nach einem taktischen Fehler von Arne mit Bauernverlust verflachte die Partie schnell zum Remis.

Viel Power hatte Dietmar Schade am 3. Brett, der gegen sein nominell deutlich stärkeren Gegner ein frühes Remisgebot ablehnte, die Initiative ergriff und besser stand. Leider wurde bei Dietmar die Zeit knapp, so dass er sicherheitshalber Remis bot, was sein Gegner annahm.

Am 5. Brett spielte Detlef Wickert eine Partie ohne größere Ereignisse und man einigte sich im 32. Zug auf Remis.

Die einzige Gewinnpartie spielte ich (Peter Hertel) am 1. Brett. Nach Ablehnung eines Remisangebots im 4. Zug setzte ich in einer ziemlich sauber gespielten Partie ohne Fehler meinen Gegner immer mehr unter Druck und verschmähte sogar einen Bauerngewinn, um meinen Gegner nicht aus der Umklammerung zu lassen. Mein Läuferpaar war dem sehr passiven Springerpaar weit überlegen.

Die Entscheidung fiel mit meiner Idee, die d-Linie der gegnerischen Dame zu überlassen und stattdessen mit der eigenen Dame über die Diagonale h1-a8 am Damenflügel einzudringen, wo ich die passiven schwarzen Springer praktisch lähmen konnte. In verlorener Stellung gab mein Gegner kurz vor der Zeitkontrolle im 39. Zug auf. Die Gewinnführung war jedoch nicht ganz trivial, weshalb die Aufgabe für mich überraschend früh kam.

Nun hatten wir schon 3,5 Punkte, aber leider kam kein Punkt mehr dazu, weil 2 Niederlagen folgten.

Am 7. Brett spielte Björn Dettmers eine sehr scharfe Partie bei entgegengesetzten Rochaden. Auf beiden Seiten wurden viele Fehler gemacht. Björn machte leider mehr Fehler und landete in einem klar verlorenen Turmendspiel mit einem Minusbauern. Kurz vor Umwandlung des Bauern gab Björn auf.

Bei Frank Sturm am 6. Brett endete leider seine überaus gute Serie, aber sein Gegner war auch recht stark. Schon nach dem 4. Zug stand Frank deutlich schlechter. Im Endspiel schwächelte jedoch Franks Gegner mit seinem Läuferpaar gegen Franks Springerpaar bei beiderseitigen Bauern. Frank konnte seinen König stark aktivieren, spielte dann aber ungenau, wodurch sein König an den Rand gedrängt wurde, was sein Gegner durch die dann entscheidende Läuferaktivierung mit Bauerngewinnen nutzte. Gegen die späteren Freibauern war nichts mehr zu machen.

Leider gewannen die nach der 8. Runde noch knapp hinter uns liegenden Mannschaften Stade (die Hauschild aktivierten) und Wilhelmshaven ihre Mannschaftskämpfe, wodurch wir als 9. und Vorletzter in die Verbandsliga abstiegen. Nach Brettpunkten wären wir 6. gewesen.

Daran erkannt man, dass der Abstieg recht unglücklich verlief, zumal wir sehr viele Spielerausfälle verkraften mussten. Man denke nur an den Mannschaftskampf gegen Emden, wo wir mit nur 6 Spielern antraten.

Auf die Aktivierung von Sönke Schoof habe ich bewußt verzichtet. Er hat zweimal für uns gespielt und das soll dann auch reichen.

Mehr zur Landesliga Nord unter: http://nsv-online.de/ligen/nsv-0910/?r=&staffel=498

1.) Hertel 1
2.) Kottke 0,5
3.) Schade 0,5
4.) Joppien 0,5
5.) Wickert 0,5
6.) Sturm, Frank 0
7.) Dettmers 0
8.) Grave 0,5

Alles Gute und einen schönen Sommer

Peter Hertel

Notizen am Rande

Ausgerechnet am letzten und 9. Spieltag der Schachsaison 2009/10 summierten sich die negativen Umstände für die 1. Mannschaft, derart unglücklich, dass sie um Haaresbreite auf einen Abstiegsrang in der Landesliga Nord rutschte und nun in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielt.

Die 2. Mannschaft konnte in der Bezirksliga durch Spielermangel infolge Abstellens von Aktiven an die Erste gar nicht erst zur letzten Runde antreten, landete aber in der Abschlusstabelle auf einem guten 3. Platz.

Den einzigen Sieg verbuchte die 3. Mannschaft und rettete damit die “Ehre der Abteilung” an diesem Tag, wodurch sie sich noch um 2 Plätze verbesserte und auf den 3. Rang in der Kreisliga vorschob.

Die Ergebnisse:

Landesliga Nord:
(3.) SK Bremen-Nord - (9.) SG Niederelbe I 4 ½ : 3 ½

mit ausführlicher Spielanalyse von Peter Hertel links ...

Bezirksliga:
(7.) SK Celle-Westercelle - (3.) SG Niederelbe II 8 : 0 (nicht angetreten)

Kreisliga West:
(3.) SG Niederelbe III - (4.) Jorker SV I 5,5 - 2,5

 

Links:

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