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Spielbericht: Otterndorfer Meisterstück gegen Cadenberge
1.4.06 Mit einer eindrucksvollen Leistung besiegte der TSV Otterndorf im Spitzenspiel der Handballkreisliga die Herren von Germania Cadenberge deutlich mit 29:17.
Ulrich v. Hallern
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Cadenberges Trainer
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Vor vollbesetzten Rängen hatten sich die Germanen sehr viel vorgenommen, waren sie doch in eigener Halle seit zwei Jahren unbesiegt. Der Aufsteiger begann die Partie äußerst nervös und fand in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel und lag mit 3:9 zurück.
Das Fehlen ihres Spielmachers Dominik Schmarje (Kreuzbandanriss) konnten die Germanen nur schwer kompensieren. Während die Otterndorfer ihrer Tormöglichkeiten sicher ausnutzten, ließen die Hausherren ihre Chancen häufig ungenutzt.
Gegen Ende der ersten Hälfte steigerten sich die Germanen kämpferisch, konnten den hervorragenden Otterndorfer Spielfluss bremsen und das Spiel offener gestalten.
Pech hatten die Germanen, dass der Schiedsrichter häufiger durch zu frühes Pfeifen Torerfolge zunichte machte. So lagen die Germanen zur Pause nur mit 6:11 Toren zurück und machten sich noch Hoffnungen, den Meister aus der Medemstadt doch noch die erste Niederlage beibringen zu können. Diese Hoffnung war jedoch vergebens.
Während die Germanen auch nach dem Wechsel enttäuschten und im Abschluß total versagten, zeigten die Otterndorfer im Angriff eine spielerisch sehenswerte Leistung und waren den Germanen auch in ihrer Abwehrarbeit überlegen.
Die besten Spieler beider Teams standen allerdings im Tor. Auf Otterndorfer Seite Keeper Sönke Westphal, und im Cadenberger Tor Oliver Schulz. Beide zeigten eine hervorragende Leistung.
So bauten die Gäste ihre Führung kontinuierlich besonders durch Sebastian Copony und Steffen Huster immer weiter aus. Auf Germanenseite erzielte Marian von Hallern 4 Tore vom Kreis, ehe er verletzt ausschied.
Stefan Lorey traf zwar 9mal, verwarf aber häufig. Geoffrey Venohr blieb ganz ohne Torerfolg, und auch Cord Trispel, beim letzten 21:20 Auswärtssieg in Bremerhaven noch 14 mal erfolgreich, erzielte nur einen Treffer.
Am Ende lagen die Otterndorfer verdient mit 29:17 vorne und feierten ausgelassen ihre Meisterschaft.
Cadenberge: Tor: Oliver Schulz und Carsten Schlüer; Stefan Lorey (9), Marian von Hallern (4), Cord Trispel (1), Lars Begemann (1), Alex Skora (1), Christian Heinsohn (1), Benni Schütze (1), Marco Kremer, Christian Lorey, Birger Venohr
Ulrich von Hallern |
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TSV Germania Cadenberge 1. Herren Handball am 1.4.06
Stehend v.li.: Abteilungsleiter Holger Ahrens, Lars Begemann, Cord Trispel, Stephan Lorey, Marian von Hallern, Oliver Schulz, Dominik Schmarje, Birger Venohr, Trainer Ulrich von Hallern
hockend v.li.: Carsten Schlüer, Benjamin Schütze, Christian Heinsohn, Alexander Skora, Geoffrey Venohr, Marco Kremer, Christian Lorey
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Christian Heinsohn, Cadenberge, beim Torwurf zum 17:28
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TSV Otterndorf 1. Herren Handball am 1.4.06
Stehend v.li.: Fried-Heye Weinert, Stephan Gnech, Daniel Andersen, Benjamin Laß, Stephan Rebehn, Sebastian Copony, Carsten Reimers, Trainer Andreas Westphal
hockend v.li.: Jonas Welzel, Jacob Allers, Sönke Westphal, Matthias Fleischhacker, Steffen Huster, Thomas Prange, Andreas Tiedemann, Ralf Maile-Contius
Ergänzen oder Korrekturen per E-Mail sind willkommen ...
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Interview
Andreas Westphal
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Otterndorfs Trainer
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mit dem Gäste-Trainer
“Das Ergebnis täuscht natürlich ein bisschen, denn so ein Leistungsunterschied besteht sicherlich nicht zwischen den Mannschaften.
Entscheidend war aus meiner Sicht, dass wir stark in der Deckung gespielt haben und in der ersten Halbzeit nur sechs Tore kassierten. Obwohl wir auch elf Tore gemacht haben, war die Deckung der Schlüssel zum Erfolg.
Das hat damit zu tun, dass die Jungens in der Deckung selber gut gearbeitet haben, aber auch der Torwart hat gut gehalten. Wobei auch der gegnerische Torwart sehr stark war, vielleicht sogar noch einen Tick stärker. Gerade über unsere linke Seite sind wir gut ins Spiel gekommen und haben da gleich viele Tore gemacht.
Wir haben gut und konsequent gespielt und waren immer so ein bisschen im Voraus. Das ist natürlich ein Vorteil. Wenn man mal vier, fünf Tore führt und die anderen nicht ran kommen, bricht irgendwann der Widerstand, und das war Mitte der 2. Halbzeit zu sehen.
Dann waren wir beim Ausnutzen der Chancen auch noch einen Tick konsequenter, und das war dann letztendlich der Schlüssel zum Erfolg. Ich denke mir, dass wir in der Breite die stärkere Mannschaft haben, dass wir also auf allen Positionen torgefährliche Leute haben. Cadenberge wird nur angeführt von Stephan Lorey, einem Spieler, mit dem viel steht und fällt.
Dass wir Cadenberge ein paar Tore zugestehen mussten, war klar. Das ist in den ersten beiden Spielen auch schon geschehen. Aber wenn ich das unter zehn halte, gehe ich als Sieger aus dem Spiel raus.
Wir sind dabei insofern besser besetzt, dass wir mehrere Leute haben, die fünf, sechs, sieben Tore schießen können, und immer wieder andere. Dass wir in der Breite besser besetzt sind, macht sich da schon bemerkbar. Unser Linksaußen hat nach 5 Minuten die rote Karte gekriegt. Dann bringe ich den zweiten Linksaußen, der gleich zwei Tore gemacht hat.
Wir haben jetzt noch zwei Spiele und bisher noch keins verloren, 36:2 Punkte und die wollen wir auch behalten. Meister sind wir ja schon, aber jetzt wollen wir auch noch die beiden letzten Spiele gewinnen, denn so eine Chance hat man selten, dass man ungeschlagen Erster werden kann.
In zwei Wochen spielen wir gegen den Tabellenzweiten. Heute sind wir recht gut reingekommen, und das hat sich durch das ganze Spiel so hingezogen.”
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Freiwurf für Cadenberge, in blau v.li.:
Marian von Hallern, Birger Venohr, Alexander Skora (an der Wandseite), Stephan Lorey (17, re.)
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Kommentar zum Spiel
“Otterndorf hat das Spiel als klar bessere Mannschaft verdient gewonnen. Sie sind auf allen Positionen ausgeglichen besetzt. Bei uns hat die Durchschlagskraft gefehlt. Hinzu kommt, dass Dominik Schmarje, einer unserer wichtigen Spieler in der Mittelposition als Spielmacher wegen Verletzung gefehlt hat. Dann haben sie den Torwart ein bisschen heiß gespielt, den Sönke Westphal, das war unser Manko.
Holger Ahrens
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Abteilungsleiter Cadenberge
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In der ersten Halbzeit haben sie zuviel die Außenposition, hauptsächlich dem Otterndorfer Linksaußen zu viel Raum gegeben und dadurch Tore zugelassen. In der 2. Halbzeit war die Abwehr besser, aber wie gesagt, die Durchschlagskraft hat gefehlt. Wenn ich den Ball rauf werfen will, muss ich auch was draus machen, wie z.B. bei der einen Situation, wo jemand rechts durchging, und dann müssen solche Dinger drin sein.
Überragend war bei uns unser Torwart Oliver Schulz - einsame Spitze! Er hat uns vor einer noch größeren Niederlage bewahrt. Er zeigt eigentlich immer eine Top Leistung. Er kommt als einziger von außerhalb (Lamstedt), die anderen sind alles Cadenberger Urgesteine, die von der Jugend auf an schon bei uns gespielt haben.
Was man noch dazu sagen muss: Wir spielen eine Dreierrunde, und das ist sehr lange und anstrengend, und man merkt den Spielern an, dass die Luft langsam aber sicher raus ist. Die Chance auf den ersten Platz war nicht mehr da, nur noch Zweiter oder Dritter zu werden.
Wie ich schon auf der JHV sagte - wir hatten zwei Gegner: Otterndorf und uns selbst. Otterndorf war einfach besser. Es war auch ein faires Spiel. Die Schiedsrichterleistung fand ich wirklich sehr gut. Er hat gleich für klare Verhältnisse gesorgt, auch, weil er alleine hier war. Normalerweise sind immer zwei Schiedsrichter da.
Er hat den Mannschaften vorher klip und klar gesagt, was Sache ist. Na gut, vielleicht hat er viermal bei uns den Vorteil weggepfiffen, aber das sind Lappalien. Es war richtig, dass er den Otterndorfer Vierzehner gleich nach ein paar Minuten runtergenommen hat, weil er gegen unseren liegenden Spieler nachgeschlagen hat. Der hatte ihn zwar gefoult, aber das wäre nicht nötig gewesen.
In der Halle war gute Stimmung, viele Zuschauer, davon die Hälfte aus Otterndorf. Es war ein Lokalderby. Sonst müssen wir bis nach Bremerhaven, und von dort kommen nicht so viele mit.
Aber wir können trotzdem zufrieden sein, auch wenn wir jetzt den 3. Platz belegen. Herausragend waren bei uns die 9 Tore von Stephan Lorey (21, Nummer 17). Er ist der dominierende Spieler bei uns. Ab der C-Jugend ist er nach Fredenbeck gegangen, wo er viel gelernt hat. Er hätte auch das Zeug dazu gehabt, in der 2. Bundesliga zu spielen. Stephan wird jetzt studieren und uns wegen des Studiums leider verlassen.
Interessant waren bei diesem Spiel noch die Anzahl der Zwei-Minuten-Strafen. Otterndorf hatte 3, wir 10. Das bedeutet, 20 Minuten von 60 in Unterzahl gespielt. Gerade eine solche Spitzenmannschaft wie Otterndorf nutzt so etwas gnadenlos aus.
Viele mussten wegen Meckerns runter, und wir waren auch ein bisschen zu ungestüm. Aber das bleibt nicht aus, wenn man 10 Tore zurückliegt.
Wir haben Chancen gehabt. Einmal sind wir auf 3:5 herangekommen und nach der Halbzeit nochmal auf 9:13, und dann war es aber vorbei.
Otterndorfs Trainer, Andreas Westphal, gegen den ich auch mal gespielt habe, war früher ein sehr guter Spieler, er motiviert seine Mannschaft sehr stark und bringt die Leute zusammen.” |
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Schiedsrichter Nils Sinteck, TV Langen
Ein gutes Stück Arbeit für den allein pfeifenden Referee. Hier war dem alten Ball die Puste ausgegangen, und der Schiri hat einen neuen geholt
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Kommentar zum Spiel
“Zum Spielverlauf muss man sagen, dass wir in der ersten Viertelstunde überhaupt keine Einstellung zum Gegner gefunden haben. Wir haben gleich deutlich mit 3:9 hinten gelegen und haben haben vorne einfach nicht zu unserem Spiel gefunden und hinten in der Abwehr nicht zugepackt.
Das hat sich dann erst geändert zur Halbzeit. Da waren wir in der Abwehr beweglicher und haben den Gegner halten können. Dadurch sind wir auf 6:10 Anschluss gewonnen. Da waren wir in einer guten Phase, so, wie wir uns das abwehrmäßig gedacht hatten.
Dann war es auch so, dass wir viele Tore kassiert haben, die vom Torwart reingeprallt sind, bestimmt drei, unglücklich gegen den Rücken oder den Kopf. Und vorne hat der Schiedsrichter uns einige Tore abgepfiffen, wo er hätte Vorteil laufen lassen können. Das war schade, denn wir hätten sonst engeren Anschluss an das Spiel gewinnen können.
Ulrich v. Hallern
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Trainer Cadenberge
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Nach der Pause ist uns wieder das gleiche wie zu Beginn passiert, dass wir schnell Tore kassiert haben und vorne gute Möglichkeiten ausgelassen haben, an den Pfosten geschossen haben oder am Otterndorfer Torhüter gescheitert sind.
Unser Torhüter, Oliver Schulz, spielte exzellent und hat eine super Leistung geboten. Er hat uns mit seiner Klasseleistung im Spiel gehalten.
Der Unterschied bei uns zu den Otterndorfern war, dass sie neben ihrem klasse Torhüter auch noch Schützen haben, die einen exzellenten Torhüter überwinden konnten. Das war in diesem Spiel ausschlaggebend.
Wir sind in unserem Angriff nie zu einer konzentrierten Torausbeute gekommen. Wir haben uns zwar Chancen erarbeiten, sie aber nicht genutzt. Von daher war es ein verdienter Sieg der Otterndorfer.
Sie haben deutlich gezeigt, dass sie eine Klasse besser waren. Wir konnten nicht das abrufen, was wir eigentlich können. Jetzt sind wir Dritter, was für einen Aufsteiger aber auch hervorragend ist.” |
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