Ein Defibrillator für die Herzsportgruppe
TSV Germania Cadenberge schafft Gerät für Notfälle an.
Ein „Defibrillator", was ist das? Die Antwort kennen Ärzte, Rettungssanitäter und die Teilnehmer der „Herzsportgruppe" des TSV Germania in Cadenberge. Es handelt sich um ein Gerät, das bei einem plötzlichen Herzstillstand das Herz durch Strom wieder zum Schlagen bringen soll.
In der Herzsportgruppe treffen sich Menschen, die schon einmal nahe dem „plötzlichen Herztod" waren. Durch regelmäßige gezielte Bewegung wollen sie einem nochmaligen Ernstfall vorbeugen. Da jedoch das Risiko nach wie vor sehr hoch ist, wird jede Übungsstunde von einem Sportarzt überwacht. In Cadenberge sind dies Heinz Bolten, Sven Behrens und Lutz Wiebusch, die ehrenamtlich und nach einem festen Plan abwechselnd beim Training in der Sporthalle „Dienst machen".
Für etwaige Notfälle wurde daher im April 2005 in der Halle ein neuer Defibrillator angebracht. Da jedoch nicht nur die „Herzsportler", sondern auch alle anderen Sportler ebenso wie Zuschauer bei Sportveranstaltungen gefährdet sein können, wurde ein zweites Gerät für den Sportplatz „Sophienpark" beschafft. Und da nicht bei allen Trainingseinheiten oder Veranstaltungen ein Arzt dabei sein kann, handelt es sich um besondere Geräte, die sogar von Personen, die noch nie ein solches Gerät gesehen haben, bedient werden können.
Der Defibrillator misst automatisch immer wieder den Zustand des Herzens und befiehlt im Fall der Notwendigkeit die Defibrillation.
Doch die Vorsorge hat ihren Preis: Ein „Defi", wie er im Fachjargon genannt wird, kostet regulär rund 2290 Euro. Über die „Björn-Steiger-Stiftung", die sich der Vorbeugung von Unfällen widmet und unter anderem durch Notrufsäulen an den Bundesstraßen bekannt ist, konnte der TSV Germania die Geräte für 1790 Euro beziehen.
Quelle: NEZ
|