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Willi Engelking, Abteilungsleiter Behindertensport
 Am 6. April 2006 hat der bisherige und auch weiterhin amtierende Kassenführer, Willi Engelking, die Leitung der Abteilung von Karl-Heinz Krzywdzinski übernommen, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht fortführen konnte. Willi zur Seite stehen Karlheinz Dittmer als stellvertretender Abteilungsleiter und Ansprechpartner sowie Else Tank als Vertreterin der Seniorinnen.
Für die ärztliche Betreuung sorgen Sven Behrens, Heinz Bolten und Lutz Wiebusch.
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Dehnübungen
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Karl-Heinz Krzywdzinski, vormaliger Abteilungsleiter
Bei unseren Teilnehmern sind etwa 80 Prozent durch Herzinfarkt geschädigt und kommen aus der Rehabilitation. Der letzte hat grad angefangen. Er war in Bad Hohenfelde. Die Klinik hat unsere Adresse und ruft dann bei mir an. Ein halbes Jahr lang trägt dann die Krankenkasse die Kosten als Reha-Maßnahme.
Danach erhalten die Teilnehmer von uns einen Antrag auf Förderung von Rehabilitations- und Funktionssport, den ihr Arzt ausfüllen muss. Dann wird ihre Teilnahme weitere 90 Übungsabende bezahlt. Früher ging das noch unbegrenzt. Später können die Coronar-Sportler natürlich auch noch dabei bleiben, wenn sie dem Verein beitreten.
Als Übungsleiter haben wir Werner Fuhrmann. Hinzu kommt ein Arzt, ohne den wir gar keinen Sport treiben dürfen. Die drei Ärzte Sven Behrens, Heinz Bolten und Lutz Wiebusch betreuen uns. Übrigens hat einer von ihnen, Sven Behrens, als Arzt jetzt auch den Übungs-leiterschein in Hannover gemacht. Von dort aus werden wir einmal pro Jahr überprüft.
Ein moderner Defibrillator ist für Notfälle vorhanden, den zur Not auch die Übungsleiter bedienen könnten. Sie nehmen auch an DRK-Kursen teil. In 16 Jahren ist bei uns erst einmal jemand umgekippt, dem wir aber mit einfachen Methoden helfen konnten.
Um die Gesundheitskosten gering zu halten, muss jeder Teilnehmer seine benötigten Medikamente angeben. Die Cadenberger Gruppe ist gut mit Medikamenten bestückt.
Wir nehmen auch am Dobrock-Bergfest teil. Morgens wird dort eine Waldwanderung in Begleitung eines Arztes gemacht. Danach findet ein Erbsensuppe-Essen statt, und später führen wir Tai Chi-Übungen durch.
Der Vorteil heutiger Reha-Übungen ist, dass die Leute mehr als früher belastet werden dürfen. Dadurch verlieren sie stärker an Angst. Unsere jüngste Teilnehmerin ist erst 22 Jahre alt. Es kann jeden treffen und hat mit dem Alter wenig zu tun. Im Schnitt nehmen etwa 30 Personen an den Übungsabenden teil.
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Coronar-Sportler am 19.12.05
Hintere Reihe von links: Jonny Arp, Otto von Ahn, Wolfgang Herborth, Heinrich Schildt, Claus Meyn, Karlheinz Dittmer, Herbert Rath, Gerhard Piekert
Mittlere Reihe von links: Sven Behrens (betreuender Arzt), Karl-Heinz Krzywdzinski (Abteilungsleiter), Wolfgang Wiese, Paul Kelm, Jürgen Ahlf, Axel Lewerenz, Klaus Steffens, Helmut Fuchs
Vordere Reihe von links: Magret Popp, Annemarie Ahlf, Ruth Piekert, Elli Caus, Berta Mau, Erika Wichern, Claudia Gahn, Erwin Smyk, Reni Meyer, Werner Fuhrmann (vormaliger Übungsleiter)
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Werner Fuhrmann, Übungsleiter bis 09-2006
Man muss sehr gut aufpassen, damit nichts passiert. Wir machen überwiegend Dehnübungen, damit die Teilnehmer beweglich bleiben oder wieder werden. Hinzu kommt Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur, um die Wirbelsäule zu entlasten.
Auch Gleichgewichtsübungen werden ausgeführt, damit sich die Personen abfangen können, wenn sie mal stolpern. Es ist ein ziemlich umfangreiches Programm, weshalb wir versuchen, eine halbe Stunde mehr zu bekommen, denn die Eingangsunter-suchung, z. B. Blutdruck messen, nimmt zu Beginn schon viel Zeit in Anspruch.
Unter den Teilnehmer befinden sich Herzinfarkt-Patienten, Personen mit Bypässen oder labilem Kreislauf, die ich etwas stärker belasten darf als die Herzinfarktgruppe, die gerade mal 9 bis 10 Sekunden belastet werden darf.
Wenn jemand länger belastet wird, bekäme seine Herz vom Gehirn die Order, mehr Sauerstoff, mehr “Kraftstoff” umzusetzen. Das muss aber unterbleiben, weil sonst die Narbe am Herzen geschädigt wird und es zu einem Re-Infarkt kommen könnte.
Als Übungsleiter sind wir 10 bis 12 Wochen ausgebildet worden und von Ärzten geprüft. Ich besitze eine Übungsleiterlizenz für Herzinfarktgeschädigte. Heute heißt dieser Bereich “Herzgymnastik”. Das Herz sendet mit jedem Schlag eineinhalb bis zwei Liter Blut in den Kreislauf, und das 160 mal in der Minute. Eigentlich braucht das Herz keine Gymnastik mehr zu machen ...
Bei den Teilnehmern muss ich auf vieles achten. Die erste Gruppe belaste ich nur 10 Sekunden, die andere Gruppe 15 - 20 Sekunden, damit sie was davon haben. Man kann allerdings nicht all das machen, was mit gesunden Sportlern möglich wäre.
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Gleichgewichtsübung
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